Schriftsatzentwürfe, Bescheide auf die entscheidenden Punkte verdichtet, das ständige Nachfassen fehlender Belege, eine Kanzlei-Wissensdatenbank, die antwortet, statt eine Kollegin zu unterbrechen. Das ist die Schreib- und Sucharbeit, die heute genau die Leute bindet, von denen Sie keine weiteren einstellen können. Es ist zugleich Arbeit, die mitten in der Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB liegt, und genau deshalb gehört ein Mandat nicht in ein Consumer-Chatfenster.
Wenige Berufe verbinden so viel Textarbeit mit einer so strengen Verschwiegenheitspflicht. Fristen verschieben sich nicht, qualifizierte Leute sind schwer zu finden, und jeder Bescheid, jede E-Mail, jeder Jahresabschluss enthält geschütztes Material.
Die naheliegende Abkürzung (es in das Werkzeug einfügen, das gerade offen ist) ist deshalb keine Grauzone. Sie ist ein Berufsrisiko, und sie wird derzeit in vielen Kanzleien still eingegangen, gerade weil niemand eine vertretbare Alternative angeboten hat.
Die Antwort ist nicht, KI auszusitzen, während andere Kanzleien schneller werden. Sie ist, Aufgabe für Aufgabe zu entscheiden, was wo laufen darf.
Nicht jede Kanzlei braucht all das. Was sich zu bauen lohnt, hängt von Ihren Abläufen, Ihren Systemen und davon ab, was die Stunden tatsächlich kosten.
Antwortentwürfe, Erinnerungen und Begleitschreiben, vorformuliert im Ton der Kanzlei. Der Berufsträger liest, passt an und versendet.
Lange Bescheide, Prüfungsberichte und Verträge auf die entscheidenden Punkte verdichtet, bevor die Akte richtig geöffnet wird.
Fehlende Unterlagen je Mandant erkannt, Anforderungslisten und Nachfassschreiben entworfen, statt der ewigen Jagd per Einzel-E-Mail.
Arbeitsanweisungen, Musterfälle und interne Notizen, durchsuchbar und antwortend. Neue Mitarbeiter finden in Sekunden, was sonst eine Kollegin eine Unterbrechung kostet.
Ein Briefing vor jedem Mandantentermin: aktueller Stand, offene Punkte, Fristen, zusammengestellt aus Ihrer eigenen Ablage, mit Quellenangabe.
Steuerliche Beurteilung, Gestaltungsberatung, Unterschriften. Die Vorbehaltsaufgaben bleiben beim Berufsträger; die KI übernimmt die Vorarbeit, nie die Verantwortung.
Drei Wege stehen üblicherweise zur Wahl, und der richtige wird je Aufgabe entschieden, nicht je Unternehmen.
Wenn Werkzeuge, die in Ihrer Organisation bereits freigegeben sind, die Aufgabe erledigen können, ist der Weg über das Vorhandene meist der kürzeste und der am leichtesten zu vertretende.
Für Arbeit, die kein vertrauliches Material berührt, ist ein europäischer Dienst unter einem ordentlichen Auftragsverarbeitungsvertrag oft die angemessene Antwort.
Wo tatsächlich vertrauliches Material verarbeitet wird, kann es sinnvoller sein, das System im Haus zu behalten. Das ist eine mögliche Antwort, nicht automatisch die richtige.
Es wird nichts gebaut, bevor die Zahlen auf dem Tisch liegen. Der erste Schritt ist kurz, bewusst begrenzt und auch dann nützlich, wenn Sie danach aufhören.
Ein bis zwei Wochen. Ihre Abläufe aufgenommen, der tatsächliche Aufwand beziffert, die Datenklassen sortiert, Ihre Systeme darauf geprüft, was sie wirklich zulassen; am Ende eine priorisierte Liste und ein Plan für das Erste, das sich lohnt. Der Bericht bleibt bei Ihnen.
Ein Anwendungsfall bis in den Betrieb gebracht, gegen vorab vereinbarte Abnahmekriterien, gemessen am Ausgangswert aus der Prüfung, und übergeben samt Schulung für den Betrieb.
Aktuell und überwacht halten, sobald es läuft, mit regelmäßiger Prüfung, ob es seinen Platz noch verdient, und dem Schulungsnachweis, den der EU AI Act von jedem erwartet, dessen Mitarbeiter KI einsetzen.
Umfang, Zeitrahmen und ein Festpreis werden schriftlich vereinbart, bevor die Arbeit beginnt.
Ein ehrlicher Filter kostet uns beide weniger als ein vergeudetes Erstgespräch.
Nein. Ein großer Teil der nützlichen Arbeit berührt überhaupt kein mandantenbezogenes Material. Wo doch, klärt die Prüfung vorab, was vertretbar ist, mit der Verschwiegenheitspflicht als Rahmen und nicht als Nachgedanken.
Es ist darauf ausgelegt, neben ihnen zu arbeiten, nicht sie zu ersetzen. Welche Exporte oder Schnittstellen wirklich verfügbar sind, wird in der Prüfung verifiziert statt angenommen.
Sie gilt zusätzlich zu den datenschutzrechtlichen Pflichten, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag ersetzt sie nicht. Jeder eingebundene Dritte muss entsprechend verpflichtet werden. Das ist eine Vertragsfrage, die wir durchgehen, keine technische, um die wir herumkonstruieren.
Der Berufsträger, genau wie bei jeder Vorarbeit. Nichts ist so eingerichtet, dass es von allein versendet oder ablegt; jeder Entwurf wartet auf eine menschliche Freigabe.
Aus Ihren eigenen Stunden in den betroffenen Abläufen, gegengerechnet mit dem erwarteten Aufwand der Lösung. Trägt sich ein Anwendungsfall nicht, steht das im Bericht.
Bringen Sie ein grobes Gefühl dafür mit, wohin die Stunden gehen: Korrespondenz, Belegnachfassen, Zusammenfassen, Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Das reicht, um zu sagen, ob hier etwas dabei ist, das sich zu bauen lohnt.
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