EU AI Act

Ihr Team muss KI-kompetent sein. Seit Februar 2025 ist das Pflicht.

Artikel 4 verlangt von Anbietern und Betreibern von KI-Systemen, Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Leute zu ergreifen. Ein bestimmtes Niveau schreibt er seit der Änderung im Juli 2026 ausdrücklich nicht mehr vor, ein Format ebenso wenig. Wenn Ihr Marketing ChatGPT nutzt, sind Sie Betreiber, und die Pflicht gilt auch für Sie.

Pflicht seit 02.02.2025Kein Niveau vorgeschriebenKein Zertifikat nötigKein Rechtsrat
Der Stand

Was wirklich gilt

Ohne Drohkulisse, weil die Sache auch ohne sie ernst genug ist.

Maßnahmen, kein Niveau

Seit dem 2. Februar 2025 müssen Anbieter und Betreiber Maßnahmen ergreifen, die die KI-Kompetenz ihrer Leute unterstützen. Ein bestimmtes oder „ausreichendes“ Niveau ist seit der Änderung im Juli 2026 ausdrücklich nicht mehr vorgeschrieben. Eine generelle Ausnahme für kleine Unternehmen gibt es nicht.

Artikel 4 trägt keine eigene Geldbuße

Im Bußgeldkatalog des Artikels 99 taucht Artikel 4 nicht auf. Wer Ihnen Millionenstrafen für fehlende Schulung androht, verkauft Ihnen Angst. Die Pflicht besteht trotzdem, und sie steht neben Artikeln, die sehr wohl greifen.

Seit August 2026 kann geprüft werden

Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 sind seit dem 2. August 2026 durchsetzbar. Der gesetzliche Höchstrahmen liegt dort bei 15 Mio. € oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, was höher ist. Für KMU gilt nach Artikel 99 Absatz 6 ausdrücklich der jeweils niedrigere Wert.

Artikel 50 trifft nicht alle gleich

Anbieter müssen dafür sorgen, dass Menschen erkennen, wenn sie mit einer KI sprechen, und dass generierte Inhalte maschinenlesbar markiert sind. Betreiber müssen Deepfakes kennzeichnen und KI-erzeugte Texte, die über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren. Eine Pflicht, jeden KI-gestützten Werbetext zu kennzeichnen, gibt es nicht.

Ein Format schreibt das Gesetz nicht vor

Es gibt keinen vorgeschriebenen Kurs und kein Pflichtformat. Für ein kleines, gleichartiges Team kann ein einheitlicher Kurs genügen. Je unterschiedlicher Rollen, Werkzeuge und Risiken sind, desto stärker sollten die Maßnahmen darauf zugeschnitten sein.

Ein Zertifikat verlangt niemand

Die Kommission stellt ausdrücklich klar, dass kein Zertifikat nötig ist. Entscheidend sind die Maßnahmen selbst. Ein interner Nachweis darüber, wer wann worin geschult wurde, macht im Zweifel nachvollziehbar, was Sie tatsächlich getan haben.

Zwei Schritte, die aufeinander aufbauen. Der erste sagt Ihnen, wo Sie stehen und was zu tun ist. Der zweite bringt Ihre Leute auf den Stand und hinterlässt den internen Nachweis darüber. Rechtsstand dieser Seite: 17. August 2026, nach der Änderung des Artikels 4 im Juli 2026.

① AI-Act Readiness Check

Eine Bestandsaufnahme, keine Rechtsberatung. Wir erfassen, wo bei Ihnen KI im Einsatz ist, wer sie wofür benutzt, ordnen den operativen Handlungsbedarf und kennzeichnen die Punkte, die rechtlich geprüft werden sollten. Die verbindliche Einordnung Ihrer Rolle und Ihrer Pflichten gehört zu einem Anwalt, nicht zu mir.

  • KI-Einsatzverzeichnis, eine versionierte, nachvollziehbare Aufstellung der Systeme, die bei Ihnen tatsächlich laufen, einschließlich der Werkzeuge, die niemand offiziell eingeführt hat.
  • Lückenkarte mit Reihenfolge, was bei Ihnen operativ offen ist, wie schwer es wiegt und was zuerst drankommt.
  • KI-Richtlinie auf einer Seite, was in diese Werkzeuge eingegeben werden darf und was nicht, in Arbeitssprache statt in Richtlinienprosa.
  • Rollenbasierter Schulungsplan, wer welche Stufe braucht, und in welcher Reihenfolge geschult wird.

② KI-Kompetenz Training

Unser vierstufiges Modell, kein gesetzlich vorgeschriebener Aufbau: ein Lagerarbeiter und eine Marketingleiterin müssen nicht dasselbe wissen. Geschult wird an Ihren eigenen Werkzeugen und Ihren eigenen Aufgaben, nicht an fremden Vorführbeispielen.

  • Stufe 1, Grundlagen, für alle: was KI kann, wo sie irrt, was der EU AI Act verlangt und was Ihre eigene Richtlinie sagt.
  • Stufe 2, Anwendung, für alle, die KI benutzen: die konkreten Werkzeuge, die Prüfpflicht, das Erkennen falscher und verzerrter Ergebnisse.
  • Stufe 3, Steuerung, für die Führung: Pflichten, Risikobewertung und die Frage, wer im Haus dafür geradesteht.
  • Stufe 4, Fachwissen, für technische Rollen: Risikomanagement, Datenqualität, technische Dokumentation.

Der Nachweis bleibt bei Ihnen

Am Ende steht ein interner Schulungsnachweis: wer, was, wann. Vorgeschrieben ist er nicht. Er ist der Teil, den Sie im Zweifel vorlegen, und der Teil, den die meisten Anbieter nicht liefern, weil er nach der Veranstaltung Arbeit macht.

Was das nicht ist

Keine Rechtsberatung und keine Zusicherung von Rechtskonformität. Ich bin kein Anwalt, und wo es um Auslegung geht, sage ich Ihnen das und Sie holen Ihren Anwalt dazu. Was hier passiert, ist die betriebliche Seite: aufnehmen, ordnen, schulen, dokumentieren.

Zum Umgang mit Zahlen auf dieser Seite: Fristen und Bußgeldrahmen stammen aus der Verordnung selbst, geprüft am 17. August 2026 gegen die Kommission und den Verordnungstext. Wo ich keine belastbare Zahl habe, steht keine.

Passung

Für wen das ist

Ein ehrlicher Filter ist für uns beide billiger als ein vergeudetes Erstgespräch.

Das ist für Sie, wenn

  • In Ihrem Haus KI benutzt wird, offiziell eingeführt oder nicht.
  • Sie wissen wollen, wo Sie operativ stehen, bevor jemand danach fragt.
  • Sie einen internen Nachweis wollen, den Sie auch vorlegen können.
  • Ihnen eine Schulung lieber ist, die zu Ihrer Arbeit passt, als eine, die schnell abgehakt ist.
  • Sie mit generativen Inhalten arbeiten und die Kennzeichnungspflichten aus Artikel 50 Sie betreffen.

Das ist wahrscheinlich nichts für Sie, wenn

  • Sie eine juristische Einschätzung oder eine verbindliche Risikoeinstufung brauchen. Das ist Anwaltsarbeit und bleibt es.
  • Sie ein Zertifikat zum Abhaken suchen, ohne dass sich an der Arbeit etwas ändert.
  • Sie ein Hochrisikosystem im Sinne des Anhangs III betreiben. Das ist ein anderer Umfang und ein anderes Gespräch.
  • Niemand im Haus die Sache übernimmt, sobald sie steht.
Danach

Wenn es aktuell bleiben soll

Compliance ist kein Projekt mit Enddatum. Die Verordnung wird weiter scharf gestellt, und Ihre Werkzeuge wechseln ohnehin.

Externe KI-Governance-Begleitung

Ein benannter Ansprechpartner von außen, der die Richtlinie pflegt, einmal im Jahr nachprüft, die Schulung auffrischt und die Dokumentation vorzeigbar hält. Monatlich, kündbar, ohne eigene Stelle im Haus. Freiwillig: der AI Act schreibt weder einen KI-Beauftragten noch eine bestimmte Governance-Struktur vor.

Jährliche Auffrischung

Neue Leute, neue Werkzeuge, neue Pflichten. Einmal im Jahr durchgehen, was sich geändert hat, und den Nachweis fortschreiben, statt ihn alle drei Jahre neu zu erfinden.

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Womit das zusammenarbeitet